Hensel Recycling und Heraeus vereinbaren strategische Kooperation zur Aufbereitung von Edelmetallen

vom 19. Dezember 2016

Hensel Recycling und Heraeus haben einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Aufbereitung von edelmetallhaltigen Materialien abgeschlossen. Hensel Recycling wird demnach edelmetallhaltiges Material an Heraeus, zur weiteren Verarbeitung im Plasmaschmelzofen, übergeben. Heraeus wird im Gegenzug den Unternehmensbereich Vino Plasma in Karlstein übernehmen. Dieser betreibt einen der weltweit modernsten Plasmaschmelzöfen zur Rückgewinnung von Platingruppenmetallen (Platin, Palladium, Rhodium), im Wesentlichen aus Autoabgaskatalysatoren.

„Wir freuen uns über die Kooperation mit Heraeus. Hensel Recycling ist heute schon einer der international führenden Recyclingspezialisten von Automobilkatalysatoren. Den Schmelzprozess haben wir aufgebaut und in den regelmäßigen Recyclingbetrieb überführt. Heraeus wird nun die industrielle Weiterentwicklung zielstrebig  vorantreiben. Mit dieser Kooperation erfüllen wir daher eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum“, sagt Clemens Hensel, geschäftsführender Gesellschafter, Hensel Recycling.

„Die getroffene Vereinbarung stärkt die Kernkompetenzen beider Unternehmen. Heraeus sichert sich langfristig den Zugang zu neuen Edelmetallrecyclingströmen und baut durch die neue Plasmatechnologie seine weltweit führende Stellung in der Verarbeitung von Platingruppenmetallen weiter aus“, sagt André Christl, Präsident von Heraeus Metal Management.

Autokatalysatoren enthalten grammweise Platin, Palladium und Rhodium

Der Plasmaschmelzofen ist auf die Rückgewinnung von Platingruppenmetallen aus Abgaskatalysatoren ausgelegt und ist der einzige diese Art in Kontinentaleuropa. Die Schmelze wird energieeffizient und emissionsarm mit einem elektrischen Plasma betrieben. Der Plasmaschmelzofen dient vor allem zur Aufbereitung der Keramikträger (Monolithe) von Autoabgaskatalysatoren. Diese enthalten in der Regel 2-3 Gramm Platingruppenmetalle pro Kilogramm Keramik. Das keramische Mahlgut wird mittels Plasmaschmelze bei Temperaturen von weit über 1000 °C in Sammlermetall und Schlacke getrennt. Dabei wird das Ausgangsmaterial nahezu vollständig recycelt. Das aufkonzentrierte edelmetallhaltige Sammlermetall wird anschließend innerhalb des Heraeus Edelmetallkreislaufs weiter aufbereitet bis zu den Feinmetallen.

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